Wartezeit

Der Begriff Wartezeit spielt vor allem in der Hundekrankenversicherung bzw. der Hunde-OP-Versicherung eine besondere Rolle. Kern des Ganzen ist ein über die Versicherungsbedingungen bestimmter Zeitraum, in dem die Gesellschaft keine Leistungen erbringt, obwohl der Versicherungsfall augenscheinlich eingetreten ist und ein Vertrag zwischen Gesellschaft und dem Halter als Versicherungsnehmer besteht.

Das Ziel der Wartezeit ist vor allem in den versteckten Gesundheitsschäden zu suchen, welche für die Versicherer nach Vertragsbeginn ein nur schwer kalkulierbares Leistungsrisiko darstellen. Neben der Hundekrankenversicherung sind entsprechende Karenzzeiten wie die Wartezeit mitunter genannt wird auch in der privaten Krankenversicherung oder in den OP-Kostentarifen zu finden.

Im Allgemeinen werden für die Wartezeit allgemeine und vereinzelt diagnosespezifische Zeitspannen in den Versicherungsbedingungen vorgesehen, die sich über mehrere Monate erstrecken können. Wie weitreichend die Wartezeiten sind und ob sich der Zeitraum verkürzen lässt, wird von den Gesellschaften individuell gehandhabt, weshalb der Blick in die Versicherungsbedingungen unerlässlich ist. Dies gilt vor allem für den Umstand, dass je nach Diagnose unterschiedlich lange Wartezeiten gelten können.

Gute Tarife der Hundekrankenversicherung bieten in der Regel einen wirksamen Versicherungsschutz nach dreimonatiger Wartezeit, später sollte der Versicherungsschutz nicht beginnen. Hinsichtlich der tiermedizinischen Betreuung nach einem Unfall greift der Versicherungsschutz dagegen häufig schon ab dem ersten Tag – also mit Beginn des Versicherungsvertrags. Ausschlaggebend ist aber in jedem Fall der Wortlaut in den Klauseln der geltenden Versicherungsbedingungen.