Vermögensschaden

Der Begriff Vermögensschaden umreißt Situationen, in denen für Betroffene ein finanzieller Nachteil entsteht. Vor dem versicherungsrechtlichen Hintergrund – etwa im Zusammenhang mit einer Hundehaftpflichtversicherung – wird im Allgemeinen nur der unechte Vermögensschaden abgesichert. Dieser grenzt sich zum echten Vermögensschaden durch die Tatsache ab, dass er Folge einer Sach- oder Personenschädigung ist.

In der Praxis wäre dies beispielsweise der Einkommensausfall, den ein Geschädigter – etwa durch den Hundebiss oder einen vom Tier verursachten Verkehrsunfall – erleidet. Daher wird in Verbindung mit den privaten Haftpflichtverträgen gern auch vom Vermögensfolgeschaden gesprochen. Beispiele, die einen echten Vermögensschaden nach sich ziehen, sind unter anderem Betrugsdelikte oder kriminelle Handlungen im Sinne des Verstoßes gegen Urheber- und Markenrecht.

Versicherten Haltern in der Hundehaftpflichtversicherung muss die Abgrenzung zwischen beiden Schadensarten in jedem Fall klar sein. Gerade im Hinblick auf den Leistungsausschluss der reinen (echten) Vermögensschäden. Letzterer Schadensbereich lässt sich im Rahmen spezieller Ausschnittsdeckungen absichern, die in der Regel nur für entsprechende Berufe in Frage kommen. Gerade für Tierhalter ist das Risiko eines reinen Vermögensschadens wesentlich geringer als im Vergleich zu Rechtsberufen oder Ähnlichem.