Umweltschäden

Von einem Umweltschaden wird – basiernd auf dem Umweltschadensgesetz – in der Regel gesprochen, wenn

1. Arten,
2. Lebensräume/Biotope,
3. Gewässer und
4. Böden

in Mitleidenschaft gezogen oder geschädigt werden. Wie die Schädigung konkret aussehen kann, lässt der Gesetzgeber offen. Allerdings kann eine Verunreinigung von Gewässern oder Böden beispielsweise durch Flüssigkeiten entstehen. Für Hundehalter von besonderem Interesse ist der Einschluss einer Schädigung von Arten in den Geltungsbereich des UschadG.

Beispielsweise kann sich eine Haftung aus der Hundehaltung ergeben, wenn der Hund plötzlich und ohne Vorwarnung seinem Jagdtrieb nachgeht und Wildtiere (etwa besonders geschützte Arten) attackiert. Die Deckung von Umweltschäden in der Hundehaftpflichtversicherung ist für den Halter von grundsätzlichem Interesse, hat aber nicht zwingend den gewünschten Umfang.

Nicht jeder Tarif sieht einen entsprechenden Geltungsbereich für diese Schadensgruppe vor bzw. wird seitens der Gesellschaften hier häufiger mit Summenbegrenzungen gearbeitet. Darüber hinaus ist grundsätzlich zu prüfen, welche Anforderungen die Tarifbedingungen im Detail an einen wirksamen Leistungsanspruch stellen, also ob das Schadensereignis

1. Unfallartig,
2. plötzlich und
3. bestimmungswidrig

erfolgen muss und sich der Schutz vordergründig nur auf das Anlagerisiko für technische Einrichtungen bezieht. Für die Hundehalterhaftpflicht ist damit nicht allein die Deckungssumme, sondern auch die Risikobeschreibung von Bedeutung. Es ist unbedingt zu empfehlen, die Frage der Geltung in diesem Bereich vor der Vertragsunterschrift zu klären.