Selbstbeteiligung

Als Selbstbeteiligung oder Selbstbehalt wird im Versicherungswesen ein Tarifierungsmerkmal von Versicherungsverträgen bezeichnet, das den Versicherten an entstehenden Kosten aus dem Vertrag beteiligt. Auf der anderen Seite wirkt sich der Einschluss eines Selbstbehalts allgemein beitragsreduzierend aus. Normalerweise handelt es sich bei der Selbstbeteiligung um eine wählbare Tarifoption. Im Rahmen einer Hundekrankenversicherung kann die teilweise Kostenübernahme durch den Versicherten ab einem gewissen Alter des versicherten Hundes aber fest vorgesehen sein.

Zum Beispiel beteiligen einige Unternehmen ab einem bestimmten Lebensjahr des Hundes den Halter mit einem festgelegten Prozentsatz an den Kosten der tierärztlichen Versorgung. Grundsätzlich bieten sich heute verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten beim Thema Selbstbeteiligung an. Auf der einen Seite kann der Versicherer feste Summen vorgeben, bis zu denen der Versicherte Kosten selbst zu tragen hat. Andererseits kann der Selbstbehalt so gestaltet sein, dass Halter über einen vorgegebenen Prozentsatz an den Leistungsausgaben beteiligt werden. Hierbei muss jedem Halter klar sein, dass gerade die prozentuale Form des Selbstbehalts ein erhebliches Kostenrisiko in sich bergen kann.

Zusätzlich zu diesen Formen des direkten Selbstbehalts entstehen in den Hundeversicherungen indirekte Selbstbeteiligungen – durch den Ausschluss einzelner Leistungen aus dem Erstattungsrahmen. In der Hundekrankenversicherung wären dies zum Beispiel Aufwendungen für

1. Impfungen,
2. Wurmkuren,
3. Zahnersatz und Zahnreinigung oder
4. Kastration.

Halter müssen diese tierärztlichen Leistungen in vielen Tarifen ganz oder teilweise aus eigener Tasche finanzieren.