Schadenersatz

Durch Unachtsamkeit oder Vorsatz kann es im Alltag immer wieder zu einem Schadensereignis kommen. Dabei handelt es sich um Ereignisse, die für den Geschädigten einen Nachteil an materiellen/immateriellen Gütern oder der Gesundheit bedeuten. Wer einen Schaden verursacht, kann aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Schadenersatz herangezogen werden.

Inwieweit sich aus einem Schadensereignis die Ersatzpflicht ergibt, wird unter anderem durch das Bürgerliche Gesetzbuch geregelt. Aber auch vertragliche Vereinbarungen können zum Schadenersatz führen – etwa wenn die Übergabe einer Sache mit bestimmten Eigenschaften verabredet ist. Dabei zielt nach § 249 BGB der Schadensersatz zuerst auf die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands ab.

Allerdings kann nach § 249 Abs. 2 BGB bei einem Sach– oder Personenschaden vom Geschädigten hiervon abgewichen werden. Der Gesetzgeber erlaubt als Schadensersatz die Geldforderung. Schadenersatz muss im Rahmen der deutschen Gesetzgebung aber nicht nur für Ereignisse geleistet werden, welche der Schädiger direkt zu vertreten hat. Neben der Einstandspflicht für Erfüllungsgehilfen greift der Schadensersatz-Grundsatz auch im Zusammenhang mit der Tierhaltung. Maßgebend ist hier § 833 BGB, welcher die Ersatzpflicht sowohl für den Personen- als auch den Sachschaden explizit regelt. Trotz dieser gesetzlichen Haftpflicht stellen die meisten Privathaftpflichttarife der deutschen Versicherungsunternehmen im Zusammenhang mit der privaten Tierhaltung einen nur unzureichenden Schutz dar. Hintergrund: Über die Versicherungsbedingungen wird die Leistungsübernahme auf die Kleintierhaltung eingeschränkt. Schadensersatz für ein durch den Hund verursachtes Schadensereignis lässt sich im Rahmen der Hundehaftpflichtversicherung absichern.

Je nach Tarif werden die Ersatzleistungen hier im Rahmen pauschaler Deckungssummen (in der Regel zwischen 3 und 10 Millionen Euro) für Sach-, Personen- und Vermögensschäden zusammengefasst oder nach Schadensart mit variierenden Deckungshöhen versehen. Wichtig: Die Verpflichtung zum Schadensersatz entsteht auch durch Anerkenntnis. Im Rahmen eines Versicherungsverhältnisses ist dieses nur nach Rücksprache mit dem Versicherer einzugehen. Zudem leisten die Versicherer für Vorsatz in aller Regel nicht.