Personenschaden

Ein Personenschaden ist ein Ereignis, welches zu Beeinträchtigungen der Gesundheit oder zum Tod einer beteiligten Person führt. Dabei kann das schädigende Ereignis ganz unterschiedliche Ursachen und Auslöser haben. Gerade Unfälle führen nicht selten zu sehr schweren Beeinträchtigungen der Gesundheit und können auch langfristig Folgen haben. Einschränkungen in der Erwerbstätigkeit führen zum Beispiel dazu, dass gegen den Schädiger Ansprüche auf eine Geldrente erhoben werden können.

Aber auch wenn keine dauerhafte Schädigung zurückbleibt, hat der Geschädigte Anspruch auf Schadenersatz beispielsweise für

1. entgangene Gewinne,
2. entgangene Gehaltsleistungen und
3. Aufwendungen zur Wiederherstellung der Gesundheit.

Der Verursacher eines Personenschadens muss aber nicht nur mit Forderungen durch den Geschädigten rechnen. Auch Sozialversicherungsträger können zum Beispiel Ansprüche aus der Krankenbehandlung geltend machen. Im Rahmen einer Privathaftpflichtversicherung gehört die Absicherung gegen den Personenschaden zu den wesentlichen Basisleistungen.

Das Problem für Haustierhalter: Seitens der Gesellschaften wird im Regelfall eine Haftung nur im Rahmen der Kleintierhaltung übernommen. Schadensereignisse, die durch Hunde ausgelöst werden, bleiben unberücksichtigt – sie sind ein Leistungsausschluss der Privathaftpflichtversicherung. Trotzdem trifft gerade den Hundehalter ein erhebliches finanzielles Risiko, da er nach § 833 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) für jene Schäden verantwortlich gemacht werden kann, die der Hund verursacht.

Wichtig: Schutz gegen Schadenersatzforderungen bietet die Hundehaftpflichtversicherung. Hier wird die Deckung von Personenschäden übernommen, die in direktem Zusammenhang mit der Haltung des Hundes stehen. Dabei ist zu beachten, dass im Allgemeinen nur die private Haltung – also nicht der Einsatz des Tieres zu gewerblichen Zwecken als Arbeits- und Jagdhund versichert wird. Speziell Halter, die Hunde im Ehrenamt oder zu Therapiezwecken verwenden, sind beim Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung besonders gefordert.

Ein wesentlicher Aspekt des Versicherungsschutzes bezieht sich nicht nur auf den Geltungsbereich und die unterschiedlichen Schadensbereiche. Besonders die Höhe der Deckungssumme kann für die Qualität der Absicherung entscheidend sein. Im Zusammenhang mit dem Personenschaden wird eine Versicherungsleistung von drei Millionen Euro allgemein als Betrag angesehen, den man als Halter nicht unterschreiten sollte. Hintergrund: Wird durch Schadenersatzforderung die Deckungshöhe der Hundehaftpflichtversicherung voll ausgeschöpft, gehen weitere Kosten wieder zulasten des Halters. Eine Deckungssumme von fünf Millionen Euro gibt hier wesentlich mehr Sicherheit.