OP-Nachsorge

Verschiedene Krankheiten wie Tumore, eine Entfernung der Keimdrüsen (Kastration) oder Unfälle können auch beim Hund einen operativen Eingriff erforderlich machen. Je nach Schwere der Erkrankung und der notwendigen Narkose kann das Tier bereits kurz nach der OP wieder nach Hause entlassen werden oder muss in der Tierklinik stationär betreut werden. Letzteres ist zum Beispiel indiziert, wenn mit Schwierigkeiten in der Aufwachphase – etwa bei Kreislaufproblemen – zu rechnen ist oder der Eingriff die Wundversorgung vor Ort notwendig macht.

Die Kosten für diese Form der OP-Nachsorge richten sich nach der Gebührenordnung. Für einen Hund sieht die GOT (Gebührenordnung für Tierärzte, in der Fassung ab 8. Juli 2008) beispielsweise im einfachen Satz eine Tagesgebühr von 14,31 Euro (ohne Futter und Behandlung) vor. Berechnet der Tierarzt dagegen den dreifachen Satz, so erhöhen sich die Kosten nach GOT auf 42,93 Euro. Noch teurer wird eine intensivmedizinische Überwachung. Für die Nacht sieht die Gebührenordnung in diesem Bereich 103,08 Euro vor.

In Kombination mit Futter- und Arzneimitteln sowie den Behandlungskosten kann die Nachsorge erhebliche finanzielle Aufwendungen nach sich ziehen. Halter müssen sich über diesen Aspekt klar sein, können die OP-Nachsorge allerdings absichern. In den meisten Hundekrankenversicherungen und Tarifen der Hunde-OP-Versicherungen sind entsprechende Leistungsbereiche verankert.

Seitens der Versicherer kann die Reichweite der Leistungen aber deutlich variieren. In der Basisabsicherung wird häufig mit Summenbegrenzungen gearbeitet. Für jedes Versicherungsjahr übernehmen die Gesellschaften Leistungen nur bis zu dieser festgelegten Höhe und fassen hier unter Umständen

1. Diagnostik,
2. OP-Kosten und
3. Nachsorge

zusammen. Die Höhe der Deckungsgrenze kann stark variieren, liegt bei einigen Versicherungen im unteren vierstelligen Bereich, in anderen Tarifen deutlich darüber. Ebenfalls üblich sind Einschränkungen hinsichtlich der versicherten Nachsorgedauer. Im Segment der Premiumtarife wird dagegen nicht nur mit höheren Deckungssummen gearbeitet. Diverse Gesellschaften bieten hier sogar Leistungen ganz ohne Summenbegrenzung an.

Wichtig: Für eine Beteiligung an Verkehrsunfällen sollte die Hundeversicherung ganz auf Einschränkungen bezüglich der Kostenerstattung für Eingriff und OP-Nachsore verzichten, da sich hierdurch ein erhebliches finanzielles Risiko ergeben kann.