Leistungsausschluss

Halter, die sich gegenüber den finanziellen Risiken der Hundehaltung absichern wollen, greifen zur

Alle drei Versicherungszweige decken ein breites Leistungsspektrum ab. In der Praxis zeigt sich leider regelmäßig, dass Halter ihrer Versicherung zu wenig Zeit schenken und sich nicht hinsichtlich möglicher Leistungsausschlüsse informieren.

Der Begriff Leistungsausschluss bezieht sich dabei auf Schadensereignisse, die zwar im ersten Augenblick das versicherte Interesse des Halters – wie zum Beispiel die Gesundheit des Hundes – betreffen, Verbraucher jedoch aufgrund der Versicherungsbedingungen in Schadenssituationen trotzdem keinen Anspruch auf die Versicherungsleistung haben.

Damit gewinnt der Leistungsausschluss für den Versicherten erheblich an Bedeutung. Praktische Bedeutung haben die „nicht versicherten Gefahren“, wie der Leistungsausschluss auch gern genannt wird, vor allem in der Hundekrankenversicherung. Zu den typischen Ausschlüssen gehören

1. zum Antragszeitpunkt bekannte Erkrankungen,
2. vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführte Versicherungsfälle,
3. Maßnahmen zur Vorbeugung,
4. Kastration und Zahnersatz,
5. Schadensereignisse wegen innere Unruhen, Krieg, Kernenergie usw. sowie
6. Erkrankungen aufgrund angeborener Fehlentwicklungen.

Speziell im Zusammenhang mit der Hundekrankenversicherung muss die Tragweite der Leistungsausschlüsse jedem Halter klar sein. Besonders jener Bereich der nicht versicherten Erkrankungen, deren Ursache erblicher Natur sein kann, spielt hier eine große Rolle. Da einige Hunderassen von rassetypischen Erkrankungen betroffen und so zum Beispiel für Hüft- und Ellenbogengelenksdysplasie, Megaösophagus oder Wolfskralle anfällig sein können, ist dieser Sachverhalt im Vorfeld zu klären. Mit Blick auf die Behandlungskosten hat klar zu sein, inwiefern die Ausschlüsse nur für bekannte Erkrankungen (zum Zeitpunkt der Antragstellung) gelten – oder auch die zukünftigen Diagnosen einschließen.

Wichtig: Der Leistungsausschluss in einem Tarif zur Hundeversicherung muss sich nicht automatisch auf eine gewisse Gruppe von Gefahren beschränken. Die Praxis zeigt, dass Versicherer auch gewisse Kostengruppen veterinärmedizinischer Leistungen aus dem Erstattungskatalog herausnehmen. Dazu gehören – je nach Tarif – unter anderem

1. Wurmkuren und Impfungen,
2. Zahnreinigungen,
3. Diätfuttermittel– und Futterergänzungsmittel,
4. Zuschläge für Hausbesuche,
5. Zuschläge für Behandlungen außerhalb der Sprechzeit und die
6. Kennzeichnung der Tiere.

Ein Leistungsausschluss ist aber nicht nur auf die Hundekrankenversicherung beschränkt. Im Rahmen einer Hunde-Halterhaftpflicht besteht dieses Risiko ebenfalls. Hier werden Leistungsübernahmen beispielsweise bei Schäden innerhalb der häuslichen Gemeinschaft, beim Mietsachschaden oder für den Deckakt abgelehnt. Der Markt bietet allerdings Tarife, in denen ein Teil dieser Schäden (etwa in Form des ungewollten Deckakts) versichert sein kann.

Hinsichtlich einer Haftpflichtabsicherung muss im Zusammenhang mit den Leistungsausschlüssen in jedem Fall geklärt werden, inwiefern Fehler als Halter den Versicherungsschutz gefährden – beispielsweise im Rahmen der Anleinpflicht.