Jagdunfall

Hunde werden heute oft als Haustier angesehen, sind für einen Teil der Halter aber immer noch Gebrauchs- und Arbeitshunde. Besonders gilt dieser Grundsatz für Jäger. Letztere sind täglich auf die Zusammenarbeit mit den Vierbeinern angewiesen. Dabei erfüllt der Hund ganz unterschiedliche Aufgaben. Je nach Ausbildung und Rasse wird dieser als

1. Vorstehhund,
2. Stöberhund,
3. Schweißhund usw.

eingesetzt. Jagdhunde sind im Rahmen ihrer Arbeit teils hohen Risiken ausgesetzt. Gerade bei der Jagd kann ein Hund durch

1. den scharfen Schuss,
2. Jagdwild (z.B. Schwarzwild),
3. Kraftfahrzeuge

und andere Ursachen zu Schaden kommen. Man spricht hier von einem Jagdunfall, der eine Behandlung durch den Tierarzt bzw. die Nottötung des Tieres erforderlich macht. Im Rahmen spezieller Jagdversicherungen werden diese Risiken für Halter und Jagdhund versichert.

Als Gebrauchs- und Arbeitshunde eingesetzte Tiere mit entsprechendem Gebrauchsnachweis nehmen innerhalb der Hunde-Haftpflichtversicherung und der Hundekrankenversicherung eine gesonderte Stellung ein, was sich in den Leistungen und den Beitragskonditionen widerspiegelt.

Dabei unterscheidet sich die Reichweite der einzelnen Tarife deutlich. Während einige Gesellschaften neben

1. Treibjagd,
2. Drückjagd und
3. Pirsch

die Mais- und Gatterjagd ausschließen, sind diese in anderen Tarifen gedeckt. Hochwertige Tarife schließen den Versicherungsschutz auch für den Fall ein, dass der Hund nicht mehr aufgefunden wird oder während der Ausbildung zum Jagdhund zu Schaden kommt und erstatten hohe Deckungssummen. Im Rahmen einer Absicherung gegen den Jagdunfall muss zudem berücksichtigt werden, inwiefern der Versicherungsschutz regional eingeschränkt wird – also ob der Versicherer auch bei einem Schaden im Ausland in Anspruch genommen werden kann oder nicht.