Jagdhund

Mit dem Begriff Jagdhund werden Rassen bezeichnet, die aufgrund ihrer körperlichen und charakterlichen Eigenschaften bei der Jagd zum Einsatz kommen können. Dabei ist aber nicht zwingend von einer konkreten Verwendung der Rasseangehörigen für die Jagd auszugehen, da sich Jagdhunderassen auch im häuslichen Umfeld meist ohne Einschränkung halten lassen. Im Hinblick auf eine jagdliche Verwendung ist daher die Bezeichnung Jagdgebrauchshund angebracht.

Letztere arbeiten vor und nach dem Schuss eng mit dem Jäger zusammen. Aufgrund der unterschiedlichen Aufgabenbereiche, die sich aus der Jagdtätigkeit ergeben, werden die Jagdhunderassen heute allgemein in

1. Vorstehhunde (zum Aufspüren von Wild),
2. Schweißhunde (zur Nachsuche nach dem Schuss),
3. Erdhunde (für die Verwendung in der Baujagd),
4. Stöberhunde (Auffinden und Aufscheuchen des Wilds),
5. Apportierhunde (Auffinden und Apportieren von Feder-/Niederwild) und
6. jagende Hunde

eingeteilt. Je nach Verband können die Einteilungen abweichen. So führt der FCI-Rassekatalog beispielsweise Wasserhunde. Zu den typischen Jagdhunden gehören unter anderem

  • Beagle,
  • Labrador Retriever,
  • Brandlbracke,
  • Dackel,
  • Foxterrier oder
  • Deutsch Drahthaar.
Im Hinblick auf die Hundehaftpflichtversicherung spielt die Zugehörigkeit zu einer der Jagdhunderassen keine Rolle, sofern eine jagdliche Verwendung des versicherten Tieres nicht vorgesehen ist. Hunde, die tatsächlich als Jagdgebrauchshund Verwendung finden, werden im Allgemeinen aus dem Versicherungsschutz der Hundehaftpflichtversicherung ausgeschlossen. Substituierend erstreckt sich aber in der Regel der Schutz einer Jagd-Haftpflichtversicherung auf den Jagdgebrauchshund.

Grundsätzlich sollte hier geprüft werden, wie weit der Versicherungsschutz geht. Gerade die Deckungssummen müssen ausreichend hoch bemessen sein, um Jagdhund und Jäger angemessen abzusichern.