Innenohrentzündung

Die Innenohrentzündung oder Otitis interna (Labyrinthitis im Falle einer Infektion) gehört zu den bei Hunden eher selten auftretenden Erkrankungen des Ohres. Wesentlich häufiger sind Beschwerden im äußeren Ohr bzw. die Mittelohrentzündung. Letztere kann allerdings im weiteren Verlauf zur Otitis interna werden, die durch Einschränkungen der Gleichgewichtssinne sowie vermindertem Hörvermögen – bis zur Taubheit – führt. In Bezug auf die Ursache einer Innenohrentzündung sind verschiedene Auslöser denkbar.

Gerade Infektions- und Entzündungsherde in der Nähe des Innenohrs können die Labyrinthitis begünstigen. Keime, wie Bakterien oder Viren, wandern ins Innenohr ab und lösen hier die Entzündung aus. Besonders schwerwiegend ist die Innenohrentzündung aufgrund der Tatsache, dass eine Ausbreitung der Keime in Richtung der Meningen möglich ist. Zudem schränkt die Entzündung den Hund in seiner Lebensqualität erheblich ein.

Neben Schmerzen äußert sich die Labyrinthitis/Otitis interna durch die typische Schiefhaltung des Kopfes in Richtung der erkrankten Seite. Zusätzlich treten

1. Desorientierung,
2. Erbrechen,
3. Nystagmus und
4. Störungen in der Beinbewegung

auf. Hinsichtlich der Diagnose muss der behandelnde Tierarzt verschiedene Krankheitsbilder, die der Innenohrentzündung ähnliche Symptome zeigen, ausschließen. Daher wird im differenzialdiagnostischen Rahmen unter anderem mit neurologischen Diagnosemethoden, der körperlichen Untersuchung oder Labordiagnostik gearbeitet. Letztere soll beispielsweise bei der Identifizierung verursachender Keime helfen.

Entsprechend der Diagnoseergebnisse muss die Therapie der Otitis interna ausgerichtet sein, etwa im Rahmen einer antibiotischen Behandlung, unterstützt durch schmerzstillende Maßnahmen. Die Kosten einer entsprechenden Therapie können im Rahmen der Hundekrankenversicherung erstattungsfähig sein.