Impfung

Hunde bauen – wie andere Haustiere auch – im Verlauf ihres Lebens eine Immunität gegenüber in der Umwelt vorkommende Antigene (zum Beispiel in Form von Viren) auf. Diese natürliche Immunisierung schützt einerseits das Tier, auf der anderen Seite aber auch die Gesamtpopulation. Eine wirksame Immunität vermeidet die Ausbreitung von Epidemien. Allerdings treten regelmäßig Erkrankungen auf, die den Organismus in einer Art und Weise attackieren, die zu hoher Mortalität führt.

Die hohe Pathogenität kann eine Population ernsthaft in Gefahr bringen. Impfungen sind bei Hunden – wie auch beim Menschen – ein Weg, um ein hohes Maß an Immunität ohne vorausgehende Infektion mit dem voll funktionsfähigen Erreger riskieren zu müssen.
Das Ziel ist die Bildung von Antikörpern, welche den Erreger im Fall einer Infektion umgehend wirkungsvoll bekämpfen. Zum Einsatz kommen heute

Totimpfstoffe (enthalten abgetötete Erreger oder erregertypische Antigene) und
Lebendimpfstoffe (enthalten abgeschwächte Erreger).

Je nach Impfstoffgruppe können einzelne Impfungen miteinander kombiniert werden (Mehrfachimpfung), um so den Stress für das Tier zu reduzieren. Allerdings sehen verschiedene Experten gerade im frühen Welpenalter eine Konfrontation der Tiere mit mehreren Erregertypen kritisch.

Laut Ständiger Impfkommission Vet. (Bundesverband Praktizierender Tierärzte) wird Haltern eines Hundes die Immunisierung gegen folgende Erreger im Welpenalter als Grundimpfschutz empfohlen

1. Hepatitis contagiosa canis (HCC),
2. Leptospirose,
3. Parvovirose,
4. Staupe und
5. Tollwut.

Darüber ist ein Impfschutz gegen

1. das Canine Parainfluenzavirus (CPiV),
2. das Canine Herpesvirus (CHV-1),
3. Bordetella bronchiseptica (Zwingerhusten),
4. Lyme-Borreliose,
5. Tetanus,
6. Leishmaniose und
7. Dermatophytosen (Hauterkrankungen durch Pilze)

in den Augen der Impfkommission für Hundehalter empfehlenswert. In der Hunde-Krankenversicherung sehen verschiedene Tarife Leistungen für den Aufbau eines Impfschutzes vor. In welcher Form hier mit Summenbegrenzungen oder Ähnlichem gearbeitet wird, lässt sich aber nur anhand der individuellen Versicherungsbedingungen ablesen.

Wichtig: Häufig reicht die einmalige Impfung eines Hundes nicht aus, um eine andauernde Immunisierung zu erreichen. In vielen Fällen sind Wiederholungs-/Auffrischungsimpfungen in regelmäßigem Abstand durchzuführen.