Harninkontinenz

Verliert ein Hund unkontrolliert und unbeabsichtigt Urin, spricht man von Harninkontinenz. Dabei kommt es zum Absetzen von Harn häufig im Schlaf oder direkt nach dem Aufstehen. Hinsichtlich der Ursachen einer Harninkontinenz treten verschiedene Auslöser in Erscheinung. Neben gesundheitlichen Beeinträchtigungen wird der Tierarzt auch nach Verhaltensmustern suchen, die immer wieder zur Harninkontinenz führen, etwa bei unterwürfigen Tieren.

Lassen sich entsprechende Probleme ausschließen, steht die Suche nach körperlichen Ursachen der Inkontinenz im Mittelpunkt. So kann das unbeabsichtigte Absetzen von Urin beispielsweise nach einer Kastration auftreten. Tritt die Harninkontinenz bei einem älteren Tier auf, wäre eine Bindegewebsschwäche ebenfalls als mögliche Ursache in Betracht zu ziehen. Neben diesen beiden möglichen Ursachen kann Harninkontinenz bei Hunden auch durch

1. Blasentumore,
2. Harnsteine,
3. Polypen,
4. Tumore der Harnwege,
5. Fehlbildungen,
6. Schädigungen der Nerven (zum Beispiel nach einem Unfall),
7. Blasenentzündungen und
8. Schädigungen von Leber oder Niere usw.

entstehen. Übergewicht kann ebenfalls ein begünstigender Faktor sein. Um die Ursache festzustellen, wird der Tierarzt den Hund genauer untersuchen und die Krankengeschichte erheben. Bereits die Art und Weise, wie Urin abgesetzt wird, ist ein möglicher Hinweis auf die zugrunde liegende Erkrankung. Beispielsweise tritt die Inkontinenz bei einigen Krankheiten primär im Schlaf bzw. beim Aufstehen auf, andere Auslöser ziehen einen kontinuierlichen Harnfluss nach sich. Je nach Behandlungsweg kann die Therapie der Harninkontinenz durch eine Hunde-OP-Versicherung oder Hundekrankenversicherung gedeckt sein.