Deckungsumfang

Der Begriff Deckungsumfang umschreibt im Versicherungswesen die Summe aller Leistungen, die in einem Versicherungstarif verankert sind. Je nach Versicherungsart und Gesellschaft variiert der Deckungsumfang. Beispiel: In der Hundehaftpflichtversicherung sind neben Schadenersatzansprüchen, die sich aus einem Personenschaden oder Sachschaden gegenüber Dritten ergeben, weitere Leistungen, wie

  • Vermögensfolgeschäden,
  • Umweltschäden,
  • das Fremdhüter-Risiko (ohne gewerblichen Hintergrund),
  • der ehrenamtliche Einsatz als Arbeitshund (nicht in jedem Tarif) oder
  • ungewollter Deckakt und
  • die Forderungsausfalldeckung
mitversichert. Besonders in Tarifen aus dem Premiumsegment wird meist ein umfassender und hoher Deckungsumfang angeboten. Im Basisschutz sind dagegen Leistungen wie die Forderungsausfalldeckung oder der Deckakt nicht mitversichert.

Ähnlich breit kann das Spektrum beim Deckungsumfang in der Hundekrankenversicherung sein. Basistarife versichern hier meist keine Leistungen die Vorsorge, Wurmkur oder Impfung betreffend. Hochwertiger Schutz schließt dagegen nicht nur diese Leistungen in den Deckungsumfang mit ein, Versicherer sind hier mitunter auch kulanter, was Leistungen wie den Reiseschutz oder Behandlungen gewisser erblich bedingter Diagnosen angeht.

Aufgrund seiner Bedeutung für den späteren Versicherungsfall ist der Deckungsumfang in jedem Fall vor dem Vertragsschluss zu prüfen. Nicht jede Hundehalterhaftpflichtversicherung arbeitet mit einer Deckung von mehr als fünf Millionen Euro bei Personenschäden bzw. je Versicherungsfall. Und in der Hundekrankenversicherung ist häufig nur in den Premiumtarifen der Deckungsumfang ohne Summenbegrenzung bei den Behandlungskosten vorgesehen.

Wichtig: Gerade in der Hundekranken- und der Hunde-OP-Versicherung muss für stationäre Behandlungen vorgesorgt werden – was unbedingt einen hohen Deckungsumfang in puncto Nachsorge einzuschließen hat.