Allgemeine Versicherungsbedingungen

Allgemeine Versicherungsbedingungen sind im Versicherungswesen die Basis für den Geschäftsverkehr zwischen Versicherungsgesellschaften und Versicherungsnehmern. Allgemein als AVB bezeichnet, gliedern sich die Versicherungsbedingungen im Regelfall in wechselnder Reihenfolge in folgende Abschnitte:

  • Versicherungsgegenstand/versicherte Gefahren,
  • Geltungsbereich,
  • versicherter Personenkreis,
  • Leistungsausschlüsse,
  • Beginn und Ende des Vertrags/Kündigung,
  • Beitragszahlung,
  • Obliegenheiten sowie
  • Sonstiges.

Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen skizzieren damit die Rahmenbedingungen, in denen sich Ansprüche der Versicherungsnehmer bewegen können und legen fest, welche Folgen Pflichtverletzungen haben. In der Regel durch Versicherungsverbände wie dem GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) als Musterbedingung formuliert, enthalten die AVB auch Fristen wie zum Beispiel Wartezeiten, die für die jeweilige Versicherungssparte gelten.

Ergänzt werden die AVB durch besondere Versicherungsbedingungen, Zusatzbedingungen und Risikobeschreibungen, durch welche die Rechte und Pflichten für spezielle Teilbereiche konkretisiert werden. Dies gilt im Rahmen der Haftpflicht zum Beispiel für die

  • Tierhalterhaftpflicht,
  • Gewässerschäden oder
  • die Bauherrenhaftpflicht.
Aufgrund regelmäßiger Anpassungen, ausgelöst durch gesetzliche Bestimmungen oder die allgemeine Rechtsprechung, zirkulieren in der Öffentlichkeit verschiedene Fassungen der AVB, deren Gültigkeit im individuellen Fall zu prüfen ist. Vor dem Hintergrund der Bedeutung, die den Allgemeinen Versicherungsbedingungen zufällt, ist aus Verbrauchersicht deren Prüfung unbedingt vorzunehmen.