Abtretungsverbot

Im Versicherungswesen wird in unterschiedlichen Bereichen wie beispielsweise bei kapitalbildenden Versicherungen mit einer Abtretung der Leistungsansprüche gearbeitet. Darunter ist ein gegenseitiger Vertrag zu verstehen, mit dem der Gläubiger einer Forderung die Forderung auf einen Vertragspartner überträgt. Im Rahmen der Haftpflichtversicherungen, zu denen auch die Hundehaftpflichtversicherung gehört, ist eine Abtretung – außer an den Geschädigten – im Regelfall solange nicht möglich, wie der Versicherer über die Feststellung der Leistung noch nicht entschieden hat. Dieses Abtretungsverbot ergibt sich unter anderem aus den Musterbedingungen des GDV (Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft).

Sofern Versicherte trotzdem – entweder absichtlich oder aus Unwissenheit – die Ansprüche abtreten, drohen erhebliche Probleme. Aufgrund der entsprechenden Klausel zum Abtretungsverbot ist dieser Schritt unwirksam und könnte letztlich sogar als Verstoß gegen die vertraglich vereinbarten Obliegenheiten aufgefasst werden. Abtretungen sind aufgrund der Schwere ihrer Konsequenzen in der Praxis mit dem Versicherer abzustimmen bzw. ist auf eine schriftliche Bestätigung hinzuarbeiten.