Abszess beim Hund

Als Abszess werden abgekapselte Ansammlungen von Eiter bezeichnet, die beim Hund in der Haut oder im Bereich der inneren Organe entstehen können. Als Ursache für die Abszessbildung kommen insbesondere bei einer Bildung in der Haut oder in der Kieferhöhle bakterielle Infektionen in Betracht. Durch Verletzungen gelangen Bakterien in die Wunde. Das Ergebnis ist eine Entzündungsreaktion.

Infolgedessen setzt der Körper verschiedene Abwehrmechanismen in Gang. Die Einkapselung des betroffenen Areals entsteht durch die Bildung von Gewebe, das den Eiter einschließt und eine Barriere darstellt. Kommt zu einer Abszesseröffnung ohne ausreichende Drainage und ein Abfließen in den Körper, können sich Sekundärabszesse an inneren Organen bilden. Erkennbar ist ein Abszess unter anderem durch Schwellungen der Haut. Für eine Diagnose an den inneren Organen kann beispielsweise zur Sonografie gegriffen werden.

Aufgrund der Einkapselung ist eine rein auf Antibiotika basierende Therapie nicht Erfolg versprechend. Der Abszess muss durch den behandelnden Tierarzt eröffnet, die Flüssigkeit abgeleitet und die Einkapselung anschließend gründlich gereinigt werden. Hierfür wird in der Regel auf spezielle Desinfektionslösungen zurückgegriffen. Kombiniert werden kann diese mechanische Behandlung mit der Verordnung von Antibiotika, um Komplikationen durch Infektionen zu vermeiden. Da Abszesse durchaus ins darunterliegende Gewebe durchbrechen können bzw. die Gefahr einer Sepsis (Blutvergiftung) besteht, ist eine tierärztliche Behandlung angeraten.