Tarifrechner zur Hundekrankenversicherung

 

Informationen zur Hundekrankenversicherung

Hunde sind bereits seit Jahrtausenden treuer Begleiter des Menschen. Glaubt man neusten Forschungsergebnissen, könnte die Domestizierung des Haushundes bereits vor 100.000 Jahre begonnen haben. Damit ist Canis lupus familiaris nicht nur eines der beliebtesten Haustiere, er dürfte auch der älteste tierische Begleiter des Menschen sein. Ursprünglich ein Arbeitstier, hat sich diese Sicht auf den Hund gewandelt. Heute ist der Hund Familienmitglied, Freund und Spielkamerad.

Entscheiden Sie sich für die Haltung eines Haushundes, stehen Sie und Ihre Familie vor einer ganzen Palette von Herausforderungen. Neben der notwendigen Erstausstattung, will der Hund gefüttert werden, braucht körperliche sowie geistige Beschäftigung, Zuwendung, Streicheleinheiten – und viel frische Luft.

Mit der Entscheidung für einen Hund übernehmen Sie aber auch Verantwortung. Zum einen sind Sie gefordert, wenn es um Fragen der Halterhaftung geht. Da die private Haftpflichtversicherung in der Regel nicht für Schäden aufkommt, die durch Ihren Vierbeiner verursacht werden, kann die Haftung ohne entsprechende Absicherung in Form einer Hundehaftpflichtversicherung zur echten Belastungsprobe für Ihr Konto werden. Auf der anderen Seite muss Ihnen als Halter klar sein, dass auch die Gesundheit Ihres Hundes schnell teuer werden kann.

Auch Hunde werden krank

Routinechecks, Impfungen, eine Kastration oder Entwurmungen hat man als Halter eines Hundes immer im Hinterkopf. Leider ist es beim Thema Tierarzt mit diesen Standardbehandlungen nicht getan. Auch Hunde können sehr schwer erkranken. Bestes Beispiel ist die immer wieder bei verschiedenen Rassen auftretende Hüftgelenksdysplasie (HD). Diese Fehlstellung am Hüftgelenk verursacht starke Schmerzen und schränkt Ihren Hund erheblich in seiner Beweglichkeit ein. Eine operative Behebung kann – je nach Schwere und durchgeführter Maßnahme – pro Seite schnell mehr als 1.000 Euro kosten. Die Hüftgelenksdysplasie ist aber nur eine der gefürchteten Diagnosen. Auch Ihr Hund kann an Diabetes erkranken oder leidet am Cushing-Syndrom, einer Hormonstörung, bei der zu viel Kortisol ausgeschüttet wird. In beiden Fällen sind andauernde Therapiemaßnahmen sowie Untersuchungen nötig, die mitunter teuer werden.

Wichtig: Ähnlich der Gebührenordnung für Zahnärzte/Ärzte existiert eine ähnliche Abrechnungsverordnung im veterinärmedizinischen Bereich. Auch hier sind für die einzelnen Maßnahmen Steigerungssätze vorgesehen, die Einfluss auf die Höhe der Rechnungen der Tierärzte haben. Ihre Tierarztrechnung wird so mitunter noch höher als angenommen.

Als Halter haben Sie nur eine begrenzte Auswahl an Optionen. Entweder beißen Sie in den sauren Apfel und finanzieren die Behandlung des Vierbeiners selbst – oder erlösen den Hund von seinem Leiden. Dieser Schritt kommt für viele Halter unabhängig vom Alter des Hundes nur als allerletztes Mittel in Frage. Können Sie Tierarztkosten und Aufwendungen für eventuell notwendige operative Eingriffe nicht aus eigener Tasche bezahlen, ist es sinnvoll Ihren Vierbeiner zu versichern und eine entsprechende Hundeversicherung abzuschließen. Schützen können Sie sich und Ihren Hund dabei ähnlich wie bei der Hundehaftpflicht durch eine spezielle Tierversicherung – die Hundekrankenversicherung.

Vorsorge für Ihren Liebsten – die Hundekrankenversicherung

Werden Sie krank, führt der erste Weg zum Arzt, um sich auf Kosten der Krankenversicherung behandeln zu lassen. Mit Ihrem Hund können Sie ganz ähnlich verfahren – wenn Sie eine Hundekrankenversicherung abgeschlossen haben. Leider ist vielen Haltern nach wie vor nicht bekannt, dass diese Möglichkeit zur Absicherung und Vorsorge durch einen solchen Tarif existiert. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand, fängt die Hundekrankenversicherung doch das finanzielle Risiko einer Behandlung bei Ihrem Vierbeiner auf.

Kern der Tarife ist – wie beim Menschen – in erster Linie der Schutz vor den finanziellen Risiken, die mit der Behandlung in Zusammenhang stehen. Die Versicherer erstatten in der Regel die Aufwendungen, die bei einer Erkrankung oder einem Unfall für

  • Untersuchungen,
  • die Behandlung,
  • notwendige Operationen sowie
  • Arznei- und Hilfsmittel

anfallen können. Ist die Hundekrankenversicherung aber immer ein verlässlicher Rundumschutz für jeden Hundebesitzer?

Die Leistungen der Hundekrankenversicherung

Sicherheit zu einem vernünftigen Preis – viele Halter gehen mit diesem Anspruch an die Suche nach einer entsprechenden Versicherung heran. Machen Sie die Beiträge aber nicht zur einzigen Messlatte für Ihre Entscheidung. Leider unterscheiden sich die Tarife der einzelnen Hundekrankenversicherungen in Bezug auf die Leistungen teilweise sehr stark voneinander. Vergleichen lohnt sich daher in jedem Fall.

Die Erstattung für anfallende Untersuchungen sowie die ambulante und stationäre Behandlung Ihres Vierbeiners ist zwar in der Regel in der Hunde-Krankenversicherung enthalten, in Grundschutztarifen wird aber oft mit Summenobergrenzen gearbeitet. Es kann durchaus passieren, dass der Versicherer nur Beträge bis 1.500 Euro oder 2.500 Euro übernimmt. Liegen die Kosten – beispielsweise für eine Operation – darüber, müssen Sie wieder in die eigene Tasche greifen.

Darüber hinaus müssen Sie damit rechnen, bei der Unterbringung in einer Tierklinik auf Hindernisse zu stoßen. Während der Komfortschutz hier unbegrenzten Schutz bieten kann, wird in den Basistarifen nur eine begrenzte Anzahl von Tagen für die Unterbringung und Betreuung versichert. Auch die Übernahme von Maßnahmen zur Vorsorge ist ein Leistungsbaustein, den Sie als Halter im Auge behalten müssen. Einige Versicherungen übernehmen Impfungen und Wurmkuren bis zu einer gewissen Höhe pro Versicherungsjahr, in anderen Tarifen sind hierfür keine Leistungen vorgesehen.

Mit unserem Hundekrankenversicherungsvergleich können Sie sich schnell und unkompliziert einen Überblick zum Versicherungsschutz für Ihren Vierbeiner verschaffen. Sie sehen hier nicht nur, mit welchen Summenbegrenzungen zu rechnen ist, unser Vergleichsrechner liefert Ihnen darüber hinaus übersichtliche Informationen in Bezug auf einen eventuell anfallenden Selbstbehalt, Wartezeiten – und bis zu welchen Steigerungssätzen die Anbieter Kosten in den aktuellen Tarifen erstatten.

Leistungsausschlüsse – böse Überraschungen in der Hundekrankenversicherung

Nicht selten denken Hundehalter erst dann über den Abschluss einer Hundekrankenversicherung nach, wenn ihnen der Tierarzt nach der Untersuchung klar macht, welche Tragweite die anschließende Behandlung hat. Leider ist es in diesem Moment bereits zu spät. In der Regel werden seitens der Versicherer keine Leistungen für Erkrankungen übernommen, die bei Abschluss des Vertrages bereits bestehen. In einigen Fällen führt die Diagnose einer bestimmten Erkrankung bei Ihrem Hund sogar komplett zum Verlust der Versicherungsfähigkeit.

Darüber hinaus werden in vielen Tarifen auch Maßnahmen der Kastration bzw. Sterilisation in die Leistungsausschlüsse aufgenommen. Aber auch in Bezug auf die Erbringung tierärztlicher Leistungen im Bereich der Prothetik am Bewegungsapparat Ihres Hundes kann es zu Problemen mit der Erstattung kommen. Leider schließen diverse Gesellschaften Prothesen aus dem Leistungsspektrum ihrer Tarife aus. Was ist im Zusammenhang mit den Leistungsausschlüssen noch wichtig?

Häufig sind Rassehunde für gewisse spezifische Krankheitsbilder anfällig. Ein Beispiel ist die bereits genannte Hüftgelenksdysplasie. Aber auch Kryptorchismus, Anomalien der Sehorgane oder Ähnliches können hier in Erscheinung treten. Einige Versicherer schließen solche Krankheitsbilder in ihren Versicherungsbedingungen aus. Achten Sie beim Abschluss einer Hundekrankenversicherung darauf, dass der Vertrag Ihren Vierbeiner möglichst auch in diesen Fällen nicht im Stich lässt. Nutzen Sie unseren Hundekrankenversicherungsvergleich, um sich ein Bild von den Leistungen – und Ausschlüssen – der einzelnen Tarife zu machen. Nur so lässt sich aus der Fülle der Angebote letztendlich die beste Wahl im Hinblick auf den passenden Versicherungsschutz treffen.

Ist Ihr Hund topfit, quicklebendig und gesund? Denken Sie trotzdem daran, dass Krankheiten und Unfälle passieren können. Mit einer Hundekrankenversicherung sorgen Sie vor – für Ihren Hund und die Haushaltskasse. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu unserem Vergleich? Dann nutzen Sie unseren ganz speziellen Service: Sie erreichen uns montags bis freitags zwischen 8 und 17 Uhr im Live-Chat oder telefonisch.

Die häufigsten Fragen zur Hundekrankenversicherung


Wie genau sieht der Leistungsumfang einer Hundekrankenversicherung aus und was zeichnet diese Versicherungsvariante aus?

Welche besonderen Absicherungen können in der Hundekrankenversicherung getroffen werden?

Wie und anhand welcher Daten und Fakten errechnet sich der Krankenversicherungsbeitrag?

Können sich das Alter, die Größe und die Rasse des Hundes auf die Versicherungsbeiträge auswirken?

Wie wird die Hundekrankenversicherung richtig abgeschlossen beziehungsweise welche Daten und Dokumente müssen der Versicherung vorliegen und wie erfolgt die Prüfung der Unterlagen?

Unter welchen Voraussetzungen und Gegebenheiten tritt die Hundekrankenversicherung ein und wie sieht die optimale Verhaltensweise des Hundebesitzers im Schadenfall aus?

Wie schnell erfolgt die Kostenerstattung der Hundekrankenversicherung und muss ich hierfür in Vorleistung treten? Wie verhält sich der Weg der Kostenerstattung bei einer Kostenabtretung an die Versicherung?

Wie hoch sollte die Deckungssumme in der Hundekrankenversicherung angelegt sein beziehungsweise wie hoch sollte die Maximalbegrenzung der Versicherungssumme sein und für welche Krankheitsfälle empfiehlt sich welcher Deckungsbetrag?

Greift die Hundekrankenversicherung auch im Ausland und welche speziellen Maßnahmen sind im Hinblick auf die Schadensmeldung zu beachten?

Wie kann die Krankenversicherung für den Vierbeiner gekündigt werden beziehungsweise kann von der Versicherung zurückgetreten werden und werden hier zusätzliche Kosten fällig?

Worin liegt der Unterschied zwischen einer Hundekranken- und einer Hunde-OP-Versicherung und für welchen Krankheitsfall ist die jeweilige Versicherung die optimale Versicherungsvariante?

Wann und in welchen speziellen Fällen ist der Abschluss einer Hundekrankenversicherung ratsam?


Wie genau sieht der Leistungsumfang einer Hundekrankenversicherung aus und was zeichnet diese Versicherungsvariante aus?

Die Hundekrankenversicherung beinhaltet im Kern die Erstattung von Behandlungs- und Operationskosten, die für den Hund anfallen. Je nach gewähltem Tarif fällt die Leistungsbreite unterschiedlich aus. Häufig im Versicherungsumfang zu finden ist die 100-prozentige Erstattung der Kosten für Behandlungen nach Unfällen sowie operative Eingriffe bis zum Höchstsatz der geltenden Gebührenordnung. Hinsichtlich der Tierarztkosten für stationäre oder ambulante Behandlungen abseits dieser Leistungsbereiche können sich die einzelnen Versicherungen sehr stark unterschieden. Am Markt sind Tarife vertreten, in denen einzelne Behandlungen komplett ausgeschlossen werden oder alternativ je Versicherungsjahr eine Kostendeckelung vorgesehen ist. Der besondere Nutzen einer Hundekrankenversicherung ist die finanzielle Sicherheit für den Halter, da tierärztliche Behandlungen schnell mehrere tausend Euro kosten können.

 

Welche besonderen Absicherungen können in der Hundekrankenversicherung getroffen werden?

Analog zur privaten Krankenversicherung für den Menschen steht Haltern im Bereich der Hundekrankenversicherung ein umfassendes Leistungs- und Vorsorgespektrum offen, das sich vom Grundschutz bis hin zu Premiumtarifen erstreckt. Grundsätzlich ist auf eine solide Basisabsicherung zu achten, die vor allem das OP-Risiko deckt. Diverse Hunderassen sind beispielsweise für Erkrankungen des Halte- und Stützapparates anfällig, was für Halter zu finanziellen Risiken führt. Darüber hinaus ist dem Behandlungsrisiko nach Unfällen entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken. Ebenfalls ein wesentliches Kriterium können chronische Erkrankungen sein, die für eine wachsende Zahl von Haltern eine Rolle spielen. Abseits dieser Basis bieten diverse Tarife besondere Leistungen, zu denen etwa die Übernahme homöopathischer Kosten oder einer Erstattung laufender Kosten für Wurmkuren, Impfungen usw. gehören.

 

Wie und anhand welcher Daten und Fakten errechnet sich der Krankenversicherungsbeitrag?

Hinsichtlich der Beitragsberechnung gelten für die Hundekrankenversicherung recht ähnliche Bemessungsgrundlagen wie in vergleichbaren Versicherungsbereichen. Wesentlichen Einfluss haben die versicherten Leistungen, wobei ganz klar die Devise gilt, dass ein umfassender Versicherungsschutz schnell teuer werden kann. Darüber hinaus beeinflussen die individuellen Risiken des Hundes den Beitrag. Ebenfalls zu einem wichtigen Aspekt in der Beitragsberechnung kann die Rasse werden. Da einige Hunderassen für verschiedene Erkrankungen anfälliger sind, ist deren Absicherung in der Hundekrankenversicherung erfahrungsgemäß teurer.

Tipp: Der Selbstbehalt und die Zahlungsweise können die Höhe der Versicherungsprämie positiv beeinflussen – ohne, dass Sie als Halter an den Leistungen für den Vierbeiner sparen müssen.

 

Können sich das Alter, die Größe und die Rasse des Hundes auf die Versicherungsbeiträge auswirken?

Ja. Da es sich bei der Hundekrankenversicherung um eine Schadensversicherung handelt, die biometrische Risiken versichert, wirken sich Alter, Größe und Rasse auf den Beitrag aus. Dabei gilt der Grundsatz, dass im Allgemeinen ältere große Hunde deutlich teurer in der Absicherung sind. Ab einem gewissen Alter erheben einige Versicherer sogar Risikoprämien. Der Beitragsunterschied – im Vergleich zu einem jungen und kleineren Hund – kann sich durchaus bis auf den Faktor 2 belaufen. Halter, die durch falsche Angaben zum Alter oder zur Größe einen niedrigeren Beitrag erreichen wollen, müssen sich hinsichtlich der Konsequenzen im Klaren sein. Es handelt sich hier um einen Verstoß gegen die vorvertragliche Anzeigepflicht – und zwar aus Vorsatz. Damit geht nicht nur der Versicherungsschutz durch den Rücktritt des Versicherers vom Vertrag verloren – dieser bleibt auch leistungsfrei, weshalb die Behandlungskosten allein dem betroffenen Halter auferlegt werden.

 

Wie wird die Hundekrankenversicherung richtig abgeschlossen beziehungsweise welche Daten und Dokumente müssen der Versicherung vorliegen und wie erfolgt die Prüfung der Unterlagen?

Eine Hundekrankenversicherung kann heute relativ unkompliziert online abgeschlossen werden. Die benötigten Daten betreffen einerseits den Versicherungsnehmer – also die Anschrift und persönlichen Angaben des Halters. Auf der anderen Seite ist für den Versicherer natürlich der Hund von Interesse bzw. dessen gesundheitlicher Zustand. Hierzu stellen die Versicherer Fragen. Dabei geht es unter anderem um das Alter des Hundes, bereits bestehende Erkrankungen und den behandelnden Tierarzt. Auch nach Kennzeichnungen (Chip oder Tätowierung) wird in der Regel gefragt. Da die Leistungen und Prämien in diesem Bereich erheblich zwischen den einzelnen Tarifen abweichen können, macht in diesem Zusammenhang ein Tarifvergleich Sinn. Hinsichtlich der Prüfung ist mit dem Antrag normalerweise auch eine Schweigepflichtentbindung für den Tierarzt verbunden. Selbst wenn bei der Antragstellung nur eine Plausibilitätsprüfung erfolgt, fallen Ungereimtheiten zwischen Antrag und „Patientenakte“ spätestens im Leistungsfall auf.

 

Unter welchen Voraussetzungen und Gegebenheiten tritt die Hundekrankenversicherung ein und wie sieht die optimale Verhaltensweise des Hundebesitzers im Schadenfall aus?

Wann genau eine Hundekrankenversicherung greift, hängt vorrangig von der Ausgestaltung der Versicherungsbedingungen ab. Im Allgemeinen sind diese so formuliert, dass eine Veränderung im Gesundheitszustand des versicherten Hundes, die eine tierärztliche Behandlung notwendig macht, zu den unbedingten Voraussetzungen für einen Leistungsanspruch gehört. Darüber hinaus darf die Erkrankung nicht vor dem wirksamen Zustandekommen des Vertrags über die Hundekrankenversicherung auftreten und nicht zu den Leistungsausschlüssen gehören. In beiden Fällen ist eine Leistung der Versicherung unwahrscheinlich.

Wichtig: Die Hundekrankenversicherung versichert keine Sachleistungen, sie erstattet ausschließlich anfallende Behandlungskosten. Darüber hinaus kann es im Zusammenhang mit Erstattungsanträgen zu Prüfungen hinsichtlich der Kostenhöhe und medizinischen Notwendigkeit kommen. Halter sind gut beraten, die Erkrankung/Behandlung detailliert zu dokumentieren, die Originalrechnungen bereitzuhalten und für die Erstattung die Formulare der Versicherer zu nutzen.

 

Wie schnell erfolgt die Kostenerstattung der Hundekrankenversicherung und muss ich hierfür in Vorleistung treten? Wie verhält sich der Weg der Kostenerstattung bei einer Kostenabtretung an die Versicherung?

Grundsätzlich ist im Behandlungsfall jedem Halter an einer schnellen Abwicklung der Kostenerstattung gelegen. Seitens der Versicherer werden die Ansprüche nach der Anzeige (durch das Einreichen eines Antrags auf Kostenerstattung) zuerst geprüft. Erst wenn diese abgeschlossen ist, kommt es zur Erstattung der Behandlungskosten. Ab dem Moment der abgeschlossenen Leistungsprüfung gilt eine vertraglich vereinbare Frist von etwa zwei Wochen als Zahlungsziel für die Kostenerstattung. Des Weiteren bieten einige Gesellschaften die Möglichkeit der Kostenabtretung an. Hier unterschreiben Halter eine Abtretungserklärung, auf deren Grundlage Gesellschaft und Behandler direkt miteinander abrechnen können.

Wichtig: Hinsichtlich der Kostenerstattung sind die Versicherungsbedingungen ausschlaggebend – nicht nur hinsichtlich des Zahlungsziels. Es kann hier auch eine Abschlagszahlung für den Fall vorgesehen werden, dass sich die Leistungsprüfung wider Erwarten über einen längeren Zeitraum hinzieht.

 

Wie hoch sollte die Deckungssumme in der Hundekrankenversicherung angelegt sein beziehungsweise wie hoch sollte die Maximalbegrenzung der Versicherungssumme sein und für welche Krankheitsfälle empfiehlt sich welcher Deckungsbetrag?

Als Halter eines Hundes steht man hinsichtlich der Hundegesundheit vor finanziellen Risiken. Leider lassen sich diese vorab nicht genau beziffern, da jede Behandlung individuelle Maßnahmen in der Diagnostik und Therapie erforderlich macht. Allerdings kann bereits eine Behandlung der verbreiteten Hüftgelenksdysplasie (HD) durch den Einsatz entsprechender Prothesen pro Seite schnell 2.000 Euro oder mehr kosten. Dass viele Versicherer in der Hundekrankenversicherung mit gedeckelten Leistungssummen arbeiten, erschwert die Situation. Es ist durchaus sinnvoll, Tarife ohne Begrenzung der Versicherungssumme ins Auge zu fassen bzw. nur mit hohen Leistungsgrenzen zu arbeiten. Darüber hinaus mindestens genauso wichtig ist ein Verzicht auf entsprechende Leistungsausschlüsse, den Sie als Halter nur beim Blick in die Versicherungsbedingungen erkennen.

 

Greift die Hundekrankenversicherung auch im Ausland und welche speziellen Maßnahmen sind im Hinblick auf die Schadensmeldung zu beachten?

In der Regel enthalten die Tarife zur Hundekrankenversicherung auch einen Versicherungsschutz für Reisen ins Ausland mit dem Vierbeiner. Wie genau dieser Schutz allerdings ausgestaltet wird und ob es zeitliche oder räumliche Einschränkungen gibt, hängt im Wesentlichen von den Versicherungen ab. Allgemein ist ein Leistungsanspruch bei Reisen von bis zu zwei Monaten eigentlich kein Problem, einige Gesellschaften erkennen Ansprüche sogar bei Aufenthalten von bis zu sechs Monaten an. Ihnen als Halter müssen an dieser Stelle zwei Dinge bewusst sein. Einerseits werden Kosten oft nur in Höhe der in Deutschland geltenden Gebührenordnung ersetzt. Auf der anderen Seite ist für Behandlungen normalerweise in Vorleistung zu gehen, die Kosten werden erst nach der Rückkehr erstattet. Es macht Sinn, als Halter die entsprechenden Service- und Notfallnummern der Gesellschaft mitzuführen, um alle wichtigen Schritte einvernehmlich zu klären.

 

Wie kann die Krankenversicherung für den Vierbeiner gekündigt werden beziehungsweise kann von der Versicherung zurückgetreten werden und werden hier zusätzliche Kosten fällig?

Verträge zur Hundekrankenversicherung werden über eine feste Laufzeit abgeschlossen und verlängern sich in der Regel um eine weitere Versicherungsperiode, wenn keine Kündigung ausgesprochen wird. Allgemein ist für diese eine Kündigungsfrist zwischen einem Monat bis drei Monaten vorgesehen. Darüber hinaus können Halter bei einer mehrjährigen Laufzeit mit dem Ende des dritten Versicherungsjahres kündigen – unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten. Ebenfalls möglich ist eine Kündigung nach einem Schadenfall, für die eine Kündigungsfrist von einem Monat vorgesehen ist.

Wichtig: Eine Kündigung durch den Versicherer, die vor dem Hintergrund eines Zahlungsverzugs bei der Beitragszahlung ausgesprochen wird, ist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Genau Angaben zur Höhe der „Strafgebühr“ enthalten die Versicherungsbedingungen der einzelnen Gesellschaften.

 

Worin liegt der Unterschied zwischen einer Hundekranken- und einer Hunde-OP-Versicherung und für welchen Krankheitsfall ist die jeweilige Versicherung die optimale Versicherungsvariante?

Die Hundekrankenversicherung umfasst ein breites Leistungsspektrum – angefangen von der Diagnose und Behandlung von Krankheiten im ambulanten Rahmen über operative Eingriffe bis hin zur Unterbringung des Vierbeiners in den Tagen nach der OP. Damit ist die Hundekrankenversicherung mit der menschlichen Krankenversicherung durchaus vergleichbar. Eine reine Hunde-OP-Versicherung fasst den Schutz kürzer. Hier werden Leistungen nur erbracht, sofern sie mit einer Operation in Zusammenhang stehen. Gedeckt werden hier keine Kosten, die mit einer „klassischen“ Tierarztbehandlung in Verbindung stehen, diese muss der Halter aus eigener Tasche finanzieren. So greift die Hunde-OP-Versicherung beispielsweise nicht bei der Behandlung einer Hundediabetes oder wenn die Hüftgelenksdysplasie (HD) ohne Eingriff behandelt werden soll.

 

Wann und in welchen speziellen Fällen ist der Abschluss einer Hundekrankenversicherung ratsam?

Der Abschluss einer Hundekrankenversicherung ist für jeden Hund ratsam – und zwar bereits im Welpenalter. Leider dringt diese Aussage zu vielen Haltern nicht vor. Angesichts der Kosten, die pro Monat in Form der Versicherungsprämie anfallen, wird der Abschluss einer Hundekrankenversicherung auf die lange Bank geschoben. Die Praxis zeigt, dass nicht nur Unfälle – etwa im Straßenverkehr – schnell passieren, sondern auch chronische Erkrankungen wie eine Hüftgelenksdysplasie (HD) oder Hundediabetes bereits früh in Erscheinung treten können. Ist der Hund dann nicht versichert, wird ein nachträglicher Abschluss schwer – wenn nicht sogar unmöglich. Deutet sich eine Erkrankung an, ist es in der Regel leider schon zu spät, da der Hund als nicht mehr versicherbar gilt bzw. Sie als Halter mit Ausschlüssen für die betreffenden Krankheiten oder hohen Zuschlägen rechnen müssen. Gleiches gilt für das Erreichen einer versicherungsindividuellen Altersgrenze, ab der eine Antragsannahme nicht mehr möglich ist.